Vortrag von Hubert Murmann 28.05.215

Die Besiedlung des Bergheimer Raumes in römischer Zeit

Vortrag von Hubert Murmann gehalten am 28. Mai 2015 in der Bergheimat

„Das Beste, was wir von der Geschichte haben, ist der Enthusiasmus, den sie erregt.“, schrieb bereits Johann Wolfgang von Goethe.

Hubert Murmann, der nach seinem Ruhestand 2007 in Köln das Studium der Archäologie begann und dieses Studium 2010 mit dem Bachelor über „Provinzialrömische Archäologie“ abschloss, legte genau diesen Enthusiasmus an den Tag. Über dreißig Besucher lauschten aufmerksam dem Vortrag, der spannend und unterhaltsam wie ein guter Krimi war. Ein kleiner Umtrunk nach dem Vortrag rundete einen höchst gelungenen wie informativen Vortragsabend ab.

Die Zusammenfassung des Vortrags über die Besiedlung des Bergheimer Raumes in römischer Zeit hier in knapper Form:

Nachdem Caesar ca. 50 v.Chr. Gallien bis zum Rhein erorbert hatte, wurde auch das Rheinland als Teil der Provinz germania inferior in das Römische Reich integriert.

Mit den coloniae Köln (CCAA) und Xanten (CUT), den Ortschaften (vici) und den Landgütern (villae rusticae) entwickelte sich eine römisch-ubische Besiedlung. So entstanden neben ca. 50 Landgütern im Bergheimer Raum an einer Kreuzung der Fernstraße via belgica die Straßensiedlung tiberiacum (Thorr?), ein Militärposten und eine Straßenstation (mansio).

Zahlreiche archäologische Funde im Bergheimer Stadtgebiet zeugen von der römischen Epoche. In der „Bergheimat“ sind neben Modellen viele Originalfunde samt den Erläuterungen dazu zu sehen: Gebrauchskeramik, Baumaterialien, Grab- und Kulturartefakte.

Grabungen belegen, dass neben den landwirtschaftlichen Tätigkeiten auch unterschiedliche Gewerbetätigkeiten ausgeübt wurden, z.B. die Keramikherstellung und Metallverarbeitung.

Mit der fränkischen Landnahme ging die römische Zeit im Rheinland ab ca. 450 n.Chr. zu Ende.

SAMSUNG

SAMSUNG

Kommentieren

  • (will not be published)