9. April 2017 – Tag der offenen Tür in der BERGHEIMAT

Tanzend und turnend das Publikum in Bann gezogen.

Unter dem Motto „Turnen und Tanzen“ öffnete das Museum BERGHEIMAT am 9.4.seine Türen – ca. 1.000 Menschen folgten der Einladung. Um 12.00 Uhr führteAstrid Machuj die Besucher durch die aktuelle Sonderausstellung „Sport in Bergheim“.

Man erfuhr, dass es bereits im 19. Jahrhundert laut der Chronik des SV Erftstolz einen Turnverein gegeben hat. Die Unterlagen wurden im Krieg vernichtet. Bei Jugend 07 Bergheim wurde schon in den 20er Jahren geturnt.Bergheimer Sportler aus vielen Stadtteilen haben Turnfeste im Kreis besucht, und in Bergheims altem Stadion – hier steht heute das Amtsgericht – hat es viele Turnfeste mit anschließendem Festzug durch das Städtchen gegeben.

Die Besucher hatten große Freude an den historischen Turn- und Tanzbildern, denn der Wiedererkennungswert war sehr hoch. Bereits gegen 13.00 Uhr war der Platz vor dem Museum gut gefüllt mit vielen Zuschauern, die sich über die Auftritte von vier Gruppen des SV Erftstolz sehr freuten. Bei frühsommerlichen Temperaturen zeigten die Frauen und Mädchen, dass sie nicht nur in der Lage sind, grazile Tanzfiguren zu zeigen, sondern auch topfit sind. Auch die Tanzteufel aus Ahe zeigten trotz Handicap, wie viel Freude man am Tanzen haben kann.

Dann tauchte eine große Gruppe junger Mädchen auf, die Matten auf den Hof brachten und zu einem Parcours aufbauten. Nach einer Aufwärmphase, in der man das Können der Kinder und Jugendlichen erahnen konnte, folgte eine jeweils 4-minütige Präsentation von drei Gruppen des 1. FC Quadrath-Ichendorf. Begonnen haben die Kleinen im Alter von 6 – 9 Jahren, die schon zeigten, dass man im frühen Alter turnerisches Können aufweisen kann.

Dann folgte die zweite leistungsstärkere Gruppe. Hier war das Publikum so begeistert, dass es eine „Rakete“ für die Kinder gab. Anschließend folgte die Leistungsgruppe. Flickflack, Saltos und atemberaubende Turnführungen erfolgten auf engstem Raum. Ohne eine Zugabe kamen die jungen Turnerinnen nicht nach Hause. „Nach der Aufführung kam eine Frau zu mir, die mir erzählte, dass sie so was Schönes noch nie gesehen hatte,“ berichtet Astrid Machuj.

Dann folgte nach einer kurzen Pause der nächste Höhepunkt. Helga Villich und 4 ehrenamtlich tätige Models zeigten einige Modelle aus der Kleiderkollektion des Tanzbazars Bergheim. „Jetzt kommt Glitzer und Glimmer,“ begrüßte Villich die Gäste. Jedes ihrer Modelle ist ein Einzelstück. Helga Villich gelang es, für jeden Typ das passende Kleid zu finden – so strahlten die vier Damen buchstäblich mit der Sonne um die Wette und begeisterten mit viel Anmut und wunderschönen Kleidern das Publikum.

Wenig später trauten die Besucher ihren Augen nicht. Die „Oldies“ der Tänzer des SV Erftstolz schritten aus der Museumswerkstatt in der ersten Etage über die Außentreppe des Museums in Menuett-Kostümen hinunter. Bei immer noch hohen Außentemperaturen verzichteten die Damen und Herren nicht auf die passenden Perücken – und das bei einem Alter um die 80 Jahre.„Eigentlich wollte die Gruppe nie wieder auftreten, für uns machten sie eine Ausnahme,“ erzählt Werner Kremer, der stellvertretende Vorsitzende des Museumsvereins.

Ein schöner Tagesabschluss gelang Gertrud Bertling, die beim SV Erftstolz eine Gruppe „Freude am Tanzen“ leitet. Sie lud zum Mitmachen ein. Viele Besucher ließen sich nicht lange bitten und boten unter der Anleitung von Bertling einen gelungenen Formationstanz.

 

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