Das Quadrather Dreigestirn: Alpenkönig, Lombard und Priamos

v. l. n. r.: Alpenkönig, Lombard und Priamos

 

Anfang der 70er Jahre verfügte das Gestüt Schlenderhan in Quadrath-Ichendorf direkt über drei Ausnahmepferde – die Hengste Alpenkönig, Lombard und Priamos. Drei Straßen in Quadrath-Ichendorf wurden nach ihnen benannt. Alpenkönig war immer etwas kleiner und unscheinbarer als der fuchsfarbene und größere Lombard. Als Dreijähriger gewann er das 15. Deutsche Derby für Schlenderhan. Der große „Kleine“, wie er liebevoll genannt wurde, wurde auch zum Galopper des Jahres gewählt. Karin von Ullman äußerte einmal: „Mein Lieblingspferd ist Alpenkönig. Der war das arme, das ungeliebte Schnäppchen neben diesem Lombard, der in den Himmel gehoben wurde, Lombard ist eine Primadonna, der machte es, wenn er Lust hatte, aber Alpenkönig hat eine Leistung vollbracht, wie noch kein Dreijähriger vor ihm.“ 

Nicht alle teilten ihre Meinung, denn Lombard wurde 1971 zum Galopper des Jahres gewählt. 1972 gewann er im Zenit seines Könnens sieben Rennen hintereinander. Er wurde zum bis dato gewinnreichsten deutschen Rennpferd. Mit 80 %

aller Stimmen wurde er erneut zum „Galopper des Jahres“ gewählt.

Priamos galt als Paradebeispiel für die Treue und Härte eines Vollblüters. In Deutschland gewann er viele Rennen – sein größter Triumph aber war es, im Ausland ein Rennen der höchsten Kategorie, den Prix Jacques zu gewinnen.

Die folgenden eineinhalb Jahrzehnte bildeten die bis dahin erfolgreichste Epoche für das Gestüt.