Aktuelles

Was gibt es Neues in der BERGHEIMAT?

Hier informieren wir regelmäßig über Veranstaltungen, Projekte und besondere Ereignisse rund um unseren Museumsverein. Außerdem geben wir Einblicke hinter die Kulissen unserer Museumsarbeit und berichten über das, was unser Dienstagsteam und viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gemeinsam auf die Beine stellen.

Schauen Sie gerne regelmäßig vorbei — es gibt immer wieder Neues zu entdecken.


Kurzinterview bei Radio Erft sorgt für große Resonanz

Der heutige Morgen, 26.5.2026, begann für unsere Vorsitzende Astrid Machuj besonders aufregend:
Wie verabredet meldete sich heute Morgen um 7:50 Uhr Moderator Christian Meißner telefonisch ihr. Anlass war die „Geschenkte Minute“ bei Radio Erft.

In einem kurzen Interview stellte Astrid unser neues Buchprojekt vor. Ziel des Beitrags war es, neugierig auf das Buch zu machen und möglichst viele Menschen auf die Geschichten und die regionale Geschichte aufmerksam zu machen.

Während Astrid das Interview aus ihrem Spanienurlaub führte, saßen zu Hause zahlreiche Mitglieder unseres Kernteams gespannt vor dem Radio und verfolgten den Beitrag live. Entsprechend groß war anschließend die Freude über die gelungene Vorstellung des Projekts.

Für unseren Museumsverein ist eine solche Erwähnung natürlich eine wunderbare Chance, noch mehr Menschen auf das Buch aufmerksam zu machen.


Von Alaaf bis Zinter Mätes - jetzt als Buch

Pünktlich zur Ausstellungseröffnung ist auch unsere neue Publikation „Von Alaaf bis Zinter Mätes – Brauchtum, das sind wir“ erschienen!

Und das hat bei uns inzwischen schon Tradition:
Zur Ausstellung gehört ein eigenes Buch — aber nicht einfach als Begleitband, sondern als eigenständiges Projekt mit vielen zusätzlichen Geschichten, Hintergründen und Erinnerungen, für die auf Ausstellungstafeln oft gar kein Platz wäre.

Auf rund 200 Seiten taucht das Buch tief in das Bergheimer Brauchtum ein — vom ersten Vereinsleben bis durch den gesamten Jahreskreislauf hindurch. Es zeigt, wie lebendig Traditionen in unserer Stadt bis heute sind, wie sich Feste verändern und wie neben kirchlichem Brauchtum auch neues städtisches Brauchtum entstanden ist. Bergheim wird bunter — und genau das macht dieses Buch sichtbar. 

Verfasst wurde das Werk erneut von unserer Vorsitzenden Astrid Machuj, unterstützt mit eigenen Beiträgen von Helga Lipp und Thomas Schmidt-Irlenbusch.

Hinter diesem Buch stecken fast 20 Monate intensiver Recherche, Gespräche, Sichtungen und harter Arbeit. Darauf sind wir als Verein unglaublich stolz. 

Besonders wertvoll sind die weit über 300 Abbildungen — viele davon bisher unveröffentlicht. Zahlreiche Fotos und Dokumente aus privaten Nachlässen konnten so bewahrt werden, bevor sie vielleicht für immer verloren gegangen wären.

Dieses Buch ist nicht nur eine Dokumentation. Es ist gelebte Erinnerung. Heimat. Und eine Liebeserklärung an das Brauchtum unserer Stadt und unsere Vereine. 

Erhältlich für 25 Euro in der Thalia Buchhandlung Bergheim sowie im Museum BERGHEIMAT zu den Öffnungszeiten:
samstags von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr
und sonntags von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr.


Schlossgeschichten zum Genießen - ausgebuchte Erlebnisführung im Museum BERGHEIMAT. 

 

Unter dem Titel „Schlossgeschichten zum Genießen“ fand am 7. Mai im Museum BERGHEIMAT eine ganz besondere Erlebnisführung statt, die in Kooperation mit der Kreisstadt Bergheim durchgeführt wurde – und bereits im Vorfeld komplett ausgebucht war.

Die Gäste wurden zunächst mit einem Glas Sekt empfangen. Selbstverständlich stand auch Orangensaft bereit. Gemeinsam schaute man im kleinen, gemütlichen Kino im Kulturflur einen rund 18-minütigen Film, der elf Burgen und Schlösser aus dem Altkreis Bergheim – darunter Anlagen aus Bergheim, Bedburg, Kerpen und Elsdorf – eindrucksvoll vorstellte.

Danach ging es in die obere Etage des Museums, wo die Besucherinnen und Besucher ein liebevoll vorbereitetes Frühstück erwartete. Frische Brötchen, verschiedene Brotaufstriche, Wurst- und Käseplatten, Tomaten-Mozzarella-Spieße und viele weitere Kleinigkeiten sorgten für eine entspannte Atmosphäre und zahlreiche anregende Gespräche.

Im Anschluss berichtete Astrid Machuj viel Interessantes über Schloss Paffendorf und stellte im Ritterraum die beeindruckende Sammlung von Thomas Schmidt-Irlenbusch vor. Seine Ritterrüstungen wurden erklärt sowie die Medienstationen des Museums präsentiert. Natürlich durfte auch ein Rundgang durch die aktuelle Sonderausstellung nicht fehlen.

Die Rückmeldungen der Gäste waren durchweg begeistert. Viele lobten besonders die gelungene Kombination aus Kultur, Geschichte, persönlicher Atmosphäre und kulinarischem Genuss.

Aufgrund der großen Nachfrage werden wir im nächsten Jahr weitere ähnliche Veranstaltungen planen.
Vielen lieben Dank an unsere Helfer: Helga, Roswitha, Karin und Alfred und natürlich an Astrid für die tolle Führung. 



Vortrag im Ausschuss Sport und Kultur

Am 5.5.2026 hatten wir die Gelegenheit, unsere museumspädagogische Arbeit im Schulausschuss vorzustellen – eine Einladung, der wir sehr gerne gefolgt sind. Der Verein war durch alle drei Vorsitzenden vertreten.

Astrid Machuj präsentierte in einem anschaulichen Vortrag mit Bildern und Beispielen die Vielfalt unserer Arbeit, insbesondere im Bereich Kitas, Kinder und Schulen. Die positiven Rückmeldungen aus dem Ausschuss haben uns sehr gefreut.

Vorgestellt wurden unsere aktuellen Ausstellungen mit ihren medienpädagogischen Elementen, der Mittelalterbereich, unsere Aktivstationen sowie digitale Angebote wie die Biparcours-App. Auch unsere vielfältigen Veranstaltungsformate und unser Engagement in der Weiterentwicklung des Museums wurden thematisiert.

Die Präsentation machte deutlich, wie breit und lebendig unsere Arbeit ist – und welchen wichtigen Beitrag sie für Schulen, Kitas und Familien leistet. 

 


Ahes gute Stube 

Heute, am 4.5.2026 öffnete „Ahes Gute Stube“ erneut ihre Türen – und einmal mehr zeigte sich: Diese Veranstaltung ist ein verlässlicher Garant für gesellige, unterhaltsame und zugleich niveauvolle Stunden.

Bereits die liebevolle Dekoration mit Maiglöckchen und kleinen geschmückten Bäumchen sorgte für eine frühlingshafte Atmosphäre. Kulinarisch wurden die Gäste mit frischen Waffeln, warmer roter Grütze und Sahne verwöhnt, später ergänzt durch ein Glas Maibowle.

Doch „Ahes Gute Stube“ ist weit mehr als ein gemütliches Kaffeetrinken: Das abwechslungsreiche Programm ließ keine Wünsche offen. Gemeinsames Singen von Mailiedern, humorvolle Beiträge, spannende Einblicke in historische Maibräuche sowie unterhaltsame Spiele – darunter eine besonders amüsante Variante von „Ich packe meinen Koffer“ – sorgten für viele heitere Momente und herzhaftes Lachen.

Die gelungene Mischung aus Unterhaltung, Wissen und Gemeinschaft machte diesen Nachmittag zu etwas ganz Besonderem. Ein herzliches Dankeschön gilt den beiden engagierten Organisatorinnen, die mit viel Einsatz und Liebe zum Detail diese Veranstaltung möglich machen.

 


Ein schöner Nachmittag in geselliger Runde 

Nach der intensiven Vorbereitungszeit für die neue Sonderausstellung und den vielen Stunden voller Arbeit durfte natürlich auch eines nicht fehlen: ein gemeinsamer, entspannter Abschluss.

Im Museumshof kamen die Helferinnen und Helfer noch einmal zusammen, um einfach die gemeinsame Zeit zu genießen. Die restlichen Steaks und Würstchen vom Grill wurden verzehrt, dazu brachte jeder einen Salat mit – ganz unkompliziert und herzlich, wie es im Team üblich ist.

Schnell war alles aufgebaut und später ebenso zügig wieder abgebaut. Dazwischen blieb vor allem eines im Mittelpunkt: das Miteinander. Es wurde erzählt, gelacht und bewusst einmal nicht gearbeitet. Auch einige Ehepartner waren dabei, sodass sich eine rundum gemütliche und gesellige Atmosphäre entwickelte.

Bei kühlen Getränken und in entspannter Runde ließ man den Tag ausklingen – ein schöner Moment des Innehaltens nach einer arbeitsreichen Zeit und ein Ausdruck des starken Zusammenhalts im Team.



Die Eröffnung der neuen Sonderausstellung von "Alaaf bis Zinter Mätes - Brauchtum, das sind wir"

Am 19. April  wurde um Punkt 13 Uhr die neue Ausstellung im Museum feierlich eröffnet – und der Auftakt hätte gelungener kaum sein können.

Bürgermeister Mießeler eröffnete die Ausstellung mit sehr anerkennenden und wertschätzenden Worten. Bereits im Vorfeld hatte er sich bei einer gemeinsamen Begehung ein Bild von der neuen Präsentation gemacht. Besonders ins Auge fiel ihm dabei ein augenzwinkerndes Modell: die „geplante“ Seilbahn vom Kühlturm in Niederaußem bis zum Aachener Tor – mit einem fiktiven Eröffnungsdatum zum 1. April 2025. Dass diese Idee von seiner eigenen scherzhaften Bemerkung inspiriert war, sorgte für große Freude und Heiterkeit.

Auch bei den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern kam die Ausstellung hervorragend an. Die Auswahl der Exponate wurde vielfach gelobt – sie sei lebendig, ansprechend und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Ein Feedback, das das gesamte Team besonders freute.

 

Musikalisch wurde die Eröffnung vom Klarinetten-Ensemble der Musikschule der Kreisstadt Bergheim stimmungsvoll begleitet. Im weiteren Verlauf des Nachmittags sorgte das Duo „Hätz & Siel“ mit Uwe Ulbrich und Martin Mischalski für beste Unterhaltung.


Ein weiterer Höhepunkt war die Vorstellung eines alten Brauchs zur Eröffnung: das Überreichen von Brot und Salz. Passend dazu wurden frisches Brot in kleinen Stücken sowie verschiedene Dips angeboten – ein symbolischer und zugleich kulinarischer Genuss.

Auch rund um die Ausstellung gab es viel zu entdecken: Die Schützen aus Quadrath-Ichendorf luden mit einem Lasergewehrstand zum Mitmachen ein. In der Museumswerkstatt boten Michaela Schmidt-Irlenbusch und Eva Karsch kreative Spiele- und Bastelaktionen an – hier konnten Kinder unter anderem liebevoll gestaltete Glaslichter herstellen. Im Ritterraum empfing Ritter Irlenbusch seine kleinen und großen Gäste und sorgte für eine besondere Atmosphäre.

 

Für das leibliche Wohl war auch im Außenbereich bestens gesorgt: Im Hof gab es Gegrilltes sowie Grillkartoffeln mit verschiedenen Dips, die großen Anklang fanden. Wer etwas Süßes bevorzugte, fand am Kuchenbuffet reichlich Auswahl.

Unermüdlich im Einsatz war zudem die Vorsitzende Astrid Machuj, die immer wieder Besuchergruppen persönlich durch das Museum führte und so zusätzliche Einblicke vermittelte.

Insgesamt war es ein rundum gelungener Nachmittag, der eindrucksvoll zeigte, wie lebendig, vielfältig und einladend Museumsarbeit sein kann.


Die intensive Vorbereitung zur Ausstellung

Bevor die neue Ausstellung ihre Türen öffnen konnte, lag eine lange und arbeitsintensive Vorbereitungszeit hinter dem Team – geprägt von großem Engagement, Kreativität und handwerklichem Einsatz.

Bereits vor der Karnevalssitzung im Januar wurde die letzte Sonderausstellung "Früher war es anders schön" vollständig abgeräumt. Zahlreiche Exponate wurden sorgfältig an ihre Leihgeber zurückgegeben oder ins Depot gebracht. Damit begann eine Phase, in der die Räume zunächst grundlegend überarbeitet werden mussten.

Die Renovierungsarbeiten hatten es in sich: Schäden im Boden wurden ausgebessert, Wände gestrichen und die gesamte Ausstellungsfläche auf Vordermann gebracht. Erst danach konnte mit der eigentlichen Umsetzung des neuen Ausstellungskonzepts begonnen werden.

Schritt für Schritt entstand die neue Präsentation: Wände wurden mit Regipsplatten verkleidet, Kölner Stangen angebracht, um dekorative Elemente wie Vorhänge zu integrieren, und das Weihnachtspodest wurde aufgebaut. In vielen Arbeitsstunden wurde geplant, gebaut, angepasst und immer wieder neu gedacht.

 

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der kreativen Gestaltung: Es wurde gebastelt, genäht und mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. So gestaltete Petra Ziegler beispielsweise ein aufwendiges Bild zum Thema „Prozessionen“, das aus glänzenden Steinchen gelegt wurde – eine Arbeit, die viel Geduld erforderte. Auch die Kronen der Heiligen Drei Könige wurden eigens angefertigt.

 

Die Leitung der Ausstellung, die traditionell im Vorstand gewählt wird, übernahm Astrid Machuj. Mit großem Einsatz, viel Zeit und zahlreichen Ideen führte sie das Projekt. Tatkräftige Unterstützung erhielt sie insbesondere von Christoph Bauer und Wolfgang Härtel, die beide viel ihrer Freizeit einbrachten. Gemeinsam arbeiteten sie eng mit dem Grafiker Jochen Stupp zusammen. In dieser Zusammenarbeit entstanden unter anderem ein detailreicher Karnevalswagen sowie zahlreiche grafische Elemente, die das Gesamtbild der Ausstellung prägen.

Diese intensive Vorbereitungszeit macht deutlich: Eine Ausstellung entsteht nicht über Nacht. Sie ist das Ergebnis vieler helfender Hände, kreativer Ideen und eines starken Gemeinschaftsgefühls.

Allen Beteiligten gilt daher ein ganz besonderer Dank für ihren unermüdlichen Einsatz!


Mit Leidenschaft geschrieben – die Entstehung des Ausstellungsbuches

Passend zur Ausstellung entsteht auch das "begleitende Buch" als eigenständiges Projekt mit dem Titel „Von Alaaf bis Zinter Mätes - Brauchtum, das sind wir“. 

Hauptautorin ist unsere Vorsitzende Astrid Machuj, die sich über einen Zeitraum von fast zwei Jahren intensiv mit der Entstehung des Buches beschäftigte. Unzählige Stunden verbrachte sie in Archiven – darunter das Kreisarchiv, das Kirchenarchiv und das Stadtarchiv – um Quellen zu sichten, Informationen zusammenzutragen und historische Zusammenhänge aufzubereiten.

Unterstützt wurde sie dabei von Thomas Schmidt-Irlenbusch und Helga Lipp, die eigene Texte beisteuerten und das Werk inhaltlich bereicherten. 

Das Besondere an diesem Buch ist seine lebendige und zugleich sehr persönliche Darstellung: Zahlreiche Zeitzeugen wurden interviewt und deren Erzählungen eingeflochten und verleihen den Inhalten eine besondere Authentizität. So wird eindrucksvoll sichtbar, wie vielfältig und lebendig das Brauchtum in der Region ist und mit welchem Engagement sich viele Menschen in den Vereinen dafür einsetzen, diese Traditionen zu bewahren und weiterzugeben.
Ein besonderer Dank an Astrid, die neben ihrer anspruchsvollen Arbeit als Ausstellungsleiterin und der Organisation des Depotumzugs mit außergewöhnlichem Engagement nahezu 180 Seiten zu Papier gebracht hat.  


Depotumzug erfolgreich gemeistert – viel Einsatz hinter den Kulissen

Bereits im vergangenen Jahr wurde dem Verein das bisherige Depot in der ehemaligen Paulusschule in Niederaußem gekündigt. Damit stand eine große organisatorische und logistische Herausforderung an: Ein neuer Standort musste gefunden und der gesamte Bestand verlagert werden.

 

Inzwischen konnten neue Räume in der Schule am Katzenbungert angemietet werden – doch bis alles an seinem Platz war, war viel Arbeit notwendig. Zunächst wurden neue Regale angeschafft und aufgebaut, um die Exponate künftig sachgerecht lagern zu können.

 

Im nächsten Schritt wurde der gesamte Bestand sorgfältig gesichtet. Dabei wurden nicht nur alle Objekte überprüft und geordnet, sondern auch beschädigte oder stark verrostete Stücke aussortiert. Viele Mitglieder investierten hierfür zahlreiche Stunden und brachten sich mit großem Engagement ein.

Der eigentliche Umzug wurde durch ein von der Stadt beauftragtes Umzugsunternehmen durchgeführt. Dennoch war auch hier die Unterstützung durch die Vereinsmitglieder unverzichtbar: Kisten mussten koordiniert, angenommen und richtig zugeordnet werden, damit am neuen Standort alles seinen Platz fand.

Gerade in Kombination mit den parallel laufenden Vorbereitungen für die Ausstellung stellte dieser Umzug eine besondere Herausforderung dar. Umso bemerkenswerter ist es, mit wie viel Einsatz und Teamgeist diese Aufgabe gemeistert wurde.

Allen Beteiligten gilt daher ein ganz herzlicher Dank für ihre tatkräftige Unterstützung!


Karneval janz hösch - 2 Sitzungen und viele Gäste

Durch die Sitzuzng führten die beiden Vorsitzenden des Museumsvereins. Traditionell begann die Veranstaltung mit einem besonderen historischen Beitrag: In einem von Astrid Machuj präsentierten PowerPoint-Vortrag stand diesmal der Karnevalszug von 1956 in Bergheim im Mittelpunkt. Grundlage war ein umfangreiches Fotoalbum, das dem Museum geschenkt wurde und ursprünglich von Foto Maaßling den Bergheimer Karnevalsfreunden überreicht worden war. Die eindrucksvollen Bilder zeigten, wie lebendig und zugleich kritisch der Karneval schon damals war – mit politischen Wagen und pointierten Darstellungen, die beispielsweise lokale Themen und Entscheidungen humorvoll aufs Korn nahmen.

 

Im weiteren Verlauf des Programms begeisterte Andreas Jeglinski mit seiner Rede als Junggeselle das Publikum. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt von Lenny Joepen vom Geschichts- und Heimatverein aus Sindorf, die mit kölschen Geschichten für beste Unterhaltung sorgte und erst nach einer Rakete das Publikums verlassen durfte.

 

Für mitreißende Begeisterung sorgten auch die „Drei Funkemariechen“, die mit ihrer schwungvollen Tanzdarbietung den Saal zum Mitgehen animierten, und ein Sketch mit gespielten Witzen. Auch Astrid Machuj ließ es sich nicht nehmen, in die Bütt zu steigen und überzeugte als humorvolle Stadtführerin mit pointierten und witzigen Einlagen.

Hinter den Kulissen sorgte ein engagiertes Team – allen voran Eike Hauch in der Technik – für einen reibungslosen Ablauf. Auch das kulinarische Angebot ließ keine Wünsche offen, sodass sich die Gäste rundum wohlfühlen konnten.

So wurde „Karneval janz hösch“ einmal mehr seinem Namen gerecht: ein abwechslungsreicher, stimmungsvoller und zugleich niveauvoller Nachmittag und Abend, der Tradition, Humor und Gemeinschaft auf besondere Weise verbindet.


Bergheim zum Spielen, Erinnern und Verschenken

Bergheim zum Spielen, Erinnern und Verschenken

Die zweite Auflage des Bergheim-Memos ist da!

Der Verein Museum der Stadt Bergheim freut sich, ein ganz besonderes Gedächtnisspiel präsentieren zu können: das Bergheim-Memo – liebevoll gestaltet mit ausgewählten Motiven aus unserer Stadt und Region.

Das Spiel vereint zahlreiche Bergheimer Ansichten und ist für Klein und Groß gleichermaßen geeignet. Ob als unterhaltsames Familienspiel, als nostalgische Entdeckungsreise oder als besonderes Geschenk – dieses Memo verbindet Spielspaß mit Heimatgefühl

Drei Bildwelten zum Entdecken

Die Motive wurden sorgfältig ausgewählt und thematisch zusammengestellt. Drei Bildwelten laden zu einer kleinen Reise durch Bergheim ein:

  • Burgen und Schlösser

  • Sagen und Legenden

  • Bergheimer Städtchen

So wird jede Spielrunde zu einer Entdeckungstour mit bekannten Ansichten, historischen Orten und stimmungsvollen Details aus Bergheim.

Preis und Verkauf

Das Bergheim-Memo ist für 20,00 € erhältlich:

  • bei Thalia Mayersche Buchhandlung in Bergheim

  • im Museum Bergheimat zu den Öffnungszeiten
    samstags von 11.00 bis 13,00 Uhr
    sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr

Darüber hinaus können individuelle Termine vereinbart werden unter:
📧 [email protected]


Ein Funke, der überspringt - Astrid Machuj am 4.12.2025 zu Gast beim Geschichtsverein Bedburg

 

Am heutigen Tag durfte sich der Geschichtsverein Bedburg über einen besonderen Besuch freuen: Unsere Vorsitzende Astrid Machuj folgte der Einladung, bei der Mitgliederversammlung einen Vortrag zu halten. Da ihr ein kooperatives, lebendiges Miteinander zwischen den Geschichts- und Heimatvereinen im Rhein-Erft-Kreis besonders am Herzen liegt, sagte sie ohne Zögern zu.

Für ihren einstündigen Vortrag zum Thema „Burgen und Schlösser im Rhein-Erft-Kreis“ bereitete sich Astrid mit großer Sorgfalt vor – und der Tag wurde länger, als es der reine Vortrag vermuten ließ. Schon am frühen Nachmittag war sie unterwegs, um benötigte Geräte aus dem Museum zu holen, Anschlüsse zu prüfen und die Präsentationsumgebung vorzubereiten. Wie so oft stecken hinter einer Stunde Vortrag viele Stunden unsichtbare Arbeit.

Doch die Mühe hat sich gelohnt: Der Vortrag wurde von den Mitgliedern außerordentlich positiv aufgenommen. Mit ihrer gewohnt lebendigen Art, voller Energie, Herzblut und klarer Begeisterung für die Geschichte unserer Region gelang es ihr mühelos, den Funken überspringen zu lassen.
Astrid Machul zeigte einmal mehr, dass sie mit Leib und Seele für das kulturelle Erbe des Rhein-Erft-Kreises einsteht.

Ein gelungener Abend, der den Austausch zwischen den Vereinen stärkt – und Lust auf weitere gemeinsame Projekte macht.

 

 


Ein stimmungsvoller Dezember-Nachmittag in "Ahes Guter Stube"


Am ersten Montag im Monat öffnet unsere Dependance „Ahes gute Stube“ traditionell ihre Türen – so auch am 1. Dezember. Die beiden Leiterinnen, Rosi Gloerfeld und Isolde Wallraf, hatten die Stube zuvor mit viel Liebe weihnachtlich dekoriert und ihr eine gemütliche Adventsatmosphäre verliehen.

Wie gewohnt war der Nachmittag sehr gut besucht. Bei einem kleinen „Likörchen“, leckerem Kaffee und selbstgebackenem Kuchen ließen es sich alle gutgehen.
Anschließend folgte ein liebevoll vorbereitetes Programm rund um das Thema „Nüsse“. Die Teilnehmerinnen bekamen kleine Präsente, knackten gemeinsam Nüsse, machten Witze und spielten mit allerlei Wortspielen rund um das Thema. Die Mischung aus Humor, gemeinsamer Aktivität und adventlichem Flair sorgte für viele weihnachtliche Momente.
Es war ein rundum wunderschöner Nachmittag. Vielen Dank für die gute Vorbereitung.


Deutsch-französischer Schüleraustausch zu Gast im Museum Bergheimat

Am 1. Dezember begrüßte das Museum Bergheimat eine Gruppe von 28 Austauschschülerinnen und Austauschschülern sowie zwei Lehrkräften aus Chauny (Frankreich). Der Besuch fand im Rahmen des deutsch-französischen Austausches mit dem Gutenberg-Gymnasium und dem Erftgymnasium Bergheim statt.

Nach einer kurzen Vorstellung unserer Museumsarbeit wurde die Gruppe durch die Ausstellungsbereiche geführt. Besonders beliebt waren die interaktiven Stationen:
• An der Römerstation konnten die Jugendlichen Römerhelme anprobieren und ausprobieren, wie eine römische Legion marschiert.
• In der historischen Verkleidungsecke im Obergeschoss testeten sie mittelalterliche Gewänder – ein Programmpunkt, der für viel Freude sorgte.
• Ein kurzer Vortrag und eine Präsentation boten zusätzliche Einblicke in die Geschichte der Region.

Zum Abschluss kamen die deutschen Gastschüler*innen hinzu und nutzten ebenfalls die Gelegenheit, das Museum gemeinsam mit ihren Austauschpartnern zu erkunden.

 

 

Ein herzlicher Dank gilt Astrid Machuj für die Führung, Monique Roden für die Übersetzung sowie Helga Lipp für die weitere Unterstützung. Wir freuen uns sehr über das Interesse der jungen Besucherinnen und Besucher und über den lebendigen kulturellen Austausch im Museum Bergheimat.


Erlebnisführung Hexe und Henker am 15.11.2025

im Auftrag des Vereins Museum der Stadt Bergheim e.V. und in Kooperation mit der Kreisstadt Bergheim

Die Führung war ruckzuck ausgebucht – und ein voller Erfolg!

Am 15.11. durften wir im Wahrzeichen Bergheims, dem Aachener Tor, in die düstere Vergangenheit unserer Region eintauchen. Wo früher das Gefängnis lag – gut sichtbar von der Feldseite im rechten Teil des Tores – wurden im 16. Jahrhundert 14 Frauen festgehalten, die der Zauberei bezichtigt waren. Hier wurden sie verhört und gefoltert, und der Jülicher Scharfrichter, in Bergheim schlicht „der Meister“ genannt, führte die grausame Prozedur aus.
Bei unserer Erlebnisführung begegneten die Gäste Hexe Christine aus Glessen (Astrid Machuj) und dem Henker (Thomas Irlenbusch), die die Geschichte aus ihrer ganz eigenen Sicht erzählten.

 

Sie berichteten von Folterinstrumenten, historischen Hintergründen und den Schicksalen der vermeintlichen Hexen – doch vor allem ihr lebendiges, manchmal herrlich scharfzüngiges Zwischenspiel machte die Führung zu etwas ganz Besonderem.

Lesung 07.11.2025

Eine alte Schachtel packt aus – 80 Jahre Deutschland

Rückblick auf die Lesung mit Christa Wolf am 7. November 2025

Die Lesung mit der Autorin Christa Wolf unter dem augenzwinkernden Titel „Eine alte Schachtel packt aus – 80 Jahre Deutschland“ war ein voller Erfolg. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher fanden an diesem Abend den Weg in die Bergheimat, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und Geschichte einmal ganz persönlich erzählt zu erleben.

In zwei etwa 45-minütigen Abschnitten nahm Christa Wolf ihr Publikum mit auf eine Zeitreise durch acht Jahrzehnte deutscher Alltagsgeschichte. Mit viel Humor und einem feinen Gespür für Zwischentöne berichtete sie von ihrer Kindheit in der Nachkriegszeit sowie von Erlebnissen aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Immer wieder verstand sie es, das Publikum einzubeziehen – und so wurde aus der Lesung schnell ein lebendiger Austausch mit viel Gelächter und gemeinsamen Erinnerungen.

Besonders reizvoll war, dass die aktuelle Sonderausstellung „Früher war es anders schön“ inhaltlich wunderbar zur Lesung passte. So ergänzten sich Literatur und Ausstellung auf stimmige Weise und boten den Gästen ein rundes Kulturerlebnis.

In der Pause sorgten eine Kartoffelcremesuppe und eine Kürbissuppe für wohltuende Stärkung und trugen zur gemütlichen Atmosphäre des Abends bei.

 

Am Ende waren sich alle einig: Diese Lesung war nicht nur unterhaltsam und humorvoll, sondern auch berührend – ein Abend, der lange in Erinnerung bleiben wird. 


Spuk in Paffendorf am 24. und 25. Oktober 

 

Was für ein Wochenende! Am 24. und 25. Oktober 2025 hieß es wieder: „Es spukt in Paffendorf!“

Im stimmungsvoll beleuchteten Schlosspark Paffendorf erwachten die alten Sagen und Geistergeschichten aus Bergheim zu neuem Leben. Zwischen flackerndem Kerzenschein, geheimnisvollen Stimmen und neugierigen Kinderaugen tauchten die Besucherinnen und Besucher in eine Welt voller Fantasie, Mystik und Geschichte ein.

Das Schloss, der Vorplatz, die Wege und der Pavillon verwandelten sich in eine lebendige Bühne für eine Stunde voller schaurig-schöner Erzählungen und Begegnungen.

Neben zwei atmosphärischen Familienführungen wurde in diesem Jahr auch wieder ein besonderer „Spuk-Spaziergang zum Dinner“ angeboten, der am 24. Oktober im Auftrag der Brasserie stattfand. Geschichte und Genuss verbanden sich dabei auf ganz eigene Weise – ein Erlebnis, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Mitwirkenden, Helferinnen und Helfern – und natürlich unserem wunderbaren Publikum, das trotz kühler Nächte mit so viel Begeisterung und Applaus dabei war.

 

Hier ein paar Eindrücke:
Leuchtende Augen, flackernde Lichter und Momente, die bleiben – der Spuk in Paffendorf 2025 war ein Erlebnis mit Gänsehaut-Garantie.


Sagenzeit im Museum BERGHEIMAT

Mit großem Interesse startete am Montag die diesjährige Sagenzeit im Museum Bergheimat. Bereits die ersten Lesungstermine für die Viertklässler der Bergheimer Grundschulen waren im Handumdrehen ausgebucht.

Heute lauschten gleich drei Schulklassen nacheinander den alten Geschichten und Legenden aus unserer Heimat – morgen folgen schon die nächsten Gruppen. Mit gespannter Aufmerksamkeit und sichtbarer Begeisterung tauchten die Kinder in die Welt der heimischen Sagen ein.

Besonders lebendig wird es, wenn einzelne Schülerinnen und Schüler selbst in die Rollen der Figuren schlüpfen: Mal wird ein Junge zum Grafen, mal eine Schülerin zum wunderschönen Ritterfräulein. So entsteht Geschichte zum Mitmachen – anschaulich, spielerisch und auch schon mal mit allen Sinnen erfahrbar.

Zwischendurch sorgen kleine Hörspiele und Lieder für Abwechslung. 

Das Museumsteam freut sich über die anhaltend große Resonanz: Der Bergheimer Sagenschatz begeistert Kinder auch heute noch – und sorgt Jahr für Jahr für ausgebuchte Lesungsreihen und strahlende Gesichter.


Bergheim Live 4 You am 27. 09.2025

Was für ein großartiger Abend im Museum Bergheimat! Das Haus war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Stimmung ausgelassen – und „Hätz & Siel“ verzauberten das Publikum über zweieinhalb Stunden hinweg mit Musik, Charme und Begeisterung.

Zwischen den Exponaten entstand erneut diese besondere, beinahe familiäre Wohnzimmer-Atmosphäre, die das Museum Bergheimat so einzigartig macht. Ein Abend, der viele zum Mitsingen, Mitschwingen und Schwärmen brachte.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Gästen – den treuen Stammgästen ebenso wie den vielen neuen Gesichtern – sowie der Kreisstadt Bergheim und den Sponsoren, die solche kulturellen Highlights erst möglich machen.

 

Wir freuen uns auf das nächste Jahr!


Tag des Denkmals am 14. 08.2025

Am 14. September öffnete das Museum Bergheimat anlässlich des bundesweiten Tags des offenen Denkmals seine Türen mit verlängerten Öffnungszeiten bis 18 Uhr. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, unser Haus kennenzulernen – viele von ihnen zum ersten Mal. Beim Verlassen zeigten sich die Gäste beeindruckt von der Vielfalt und dem besonderen Charakter der Ausstellung.

 

Im Obergeschoss erwartete sie eine mittelalterliche Atmosphäre: Ritter Thomas Irlenbusch, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, präsentierte in historischer Gewandung die Entwicklung der Rüstungen über die Jahrhunderte hinweg. Mit großem Engagement erläuterte er immer neuen Besuchergruppen – darunter auch vielen Kindern – anschaulich die historischen Zusammenhänge.

 

Im Erdgeschoss stellte die Untere Denkmalbehörde ihre bedeutende und umfangreiche Arbeit vor, mit der sie seit vielen Jahren für den Schutz und die Pflege der Denkmäler in der Bergheimer Altstadt verantwortlich ist. Die anwesenden Mitarbeiterinnen standen den interessierten Gästen als kompetente Ansprechpartnerinnen zur Verfügung und boten einen tiefen Einblick in ihre Aufgaben.

 

Wir freuen uns über die große Resonanz und danken allen Beteiligten und Besucherinnen und Besuchern für diesen gelungenen Tag.



Historienwochenende mit Jan und Griet am 23./24. August

Bereits im Juli begannen wir mit den Proben für das Historienstück um Jan und Griet. Jeden Dienstagabend traf sich das Kernteam nach Feierabend zu zweistündigen Proben. Auch Choreografien wurden in Extraterminen erarbeitet, Szenen noch einmal vertieft und neue Abläufe eingeübt. Zwischendurch haben wir dann Quiche, Flammkuchen oder Pizzabrötchen getestet.

Wir sind keine Schauspieler, sondern alle ehrenamtlich dabei – umso glücklicher sind wir mit dem Ergebnis, das sich am Aufführungstag sehen lassen konnte.

 

Am Samstag, den 23. August, luden wir zum Tag der offenen Tür ein. Zwar war es anfangs etwas wuselig, da viele erfahrene Mitstreiter aus Altersgründen nicht mehr dabei sein konnten und neue Schultern Verantwortung übernehmen mussten – doch das Team hat die Herausforderung hervorragend gemeistert. Das Programm war abwechslungsreich und zog zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.

Den Auftakt machte die Südwest-Band, die bereits am frühen Nachmittag viele Gäste auf das Gelände lockte. Auch die Speed-Führungen im Museum waren ein voller Erfolg – gleich fünfmal führten unsere Guides Interessierte durch die Ausstellung. In der Museumswerkstatt informierte Thomas Irlenbusch geduldig über das mittelalterliche Leben in Bergheim und über Ritterrüstungen. Im Hof herrschte den ganzen Tag über reges Treiben: selbstgebackene Kuchen, Gegrilltes, erstmals auch Pizzabrötchen sowie Bier vom Fass und weitere Getränke sorgten für eine rundum gute Versorgung.

Der unbestrittene Höhepunkt war jedoch das Historienspiel im Museumshof. Schon vor Beginn drängten sich die Besucherinnen und Besucher bis auf das Nachbargrundstück, um einen Platz zu ergattern. Diesmal führte die Handlung nach Prag: Jans Tochter Lambertine brachte dort seine erste Enkelin, Maria Dorothea, zur Welt. Natürlich ließ es sich Griet nicht nehmen, ebenfalls zu erscheinen. Doch die Feier wurde überschattet, als zwei feurige Ungarn auftauchten und Mutter und Kind in Gefahr brachten. Dank Lambertines mutigem Eingreifen und Jans Unterstützung konnte die Familie schließlich gerettet werden – und die Aufführung endete, wie immer, mit den legendären Worten:

„Wer hätt et jewoss?“ – „Wer hätt et jedonn?“

Ein unvergesslicher Tag voller Musik, Geschichte und Gemeinschaft!




Ausflug nach Gut Richardshoven am 15.8.2025

Bei uns im Museum ist gerade richtig was los – der Tag der offenen Tür am kommenden Samstag will gut vorbereitet sein: Lebensmittel müssen bestellt, Texte geprobt, Programme geschrieben werden.
Umso schöner, wenn man sich zwischendurch mal eine kleine Auszeit gönnt.
Heute, am 15. August, sind wir zum Gut Richardshoven in der Nähe von Niederembt gefahren. Dort hielt unsere Vorsitzende einen kleinen Vortrag über das Anwesen - Anlass war, dass die Familie Bayer im letzten Jahr feierte, dass sie hier seit 200 Jahren lebt.

 

Im Oktober 2024 hatte Machuj bei der Jubiläumsfeier einen intensiv vorbereiteten Power-Point-Vortrag gehalten. Als „Gage“ wünschte sie sich, den Museumsverein einmal über das Gut führen zu dürfen. Heute wurde dieser Wunsch erfüllt – inklusive kleiner Innenbesichtigung mit imposanter Wendeltreppe und ausgefallenen Fußböden.
Zum Abschluss lud uns die Familie Bayer, die durch Heirat eng mit der Familie Stollenwerk verbunden ist, herzlich zum Grillen ein – mit leckeren Salaten, Fleisch, Soßen, Brot…. Wir genossen alle den schönen Abend mit vielen guten Gesprächen und lustigen Episoden, die einige Mitglieder zum Besten gaben.

 


Mittelalterliches Fest am 6.7.2025 mit Herz und viel Regen

Unser Mittelalterliches Fest fiel sprichwörtlich ins Wasser. Die Stimmung aber nicht. Trotz Dauerregens, feuchten Gewändern und viel Improvisation herrschte ein wunderbares Miteinander unserer Gäste, der HelferInnen und Akteure. Die Freude am gemeinsamen Erleben war deutlich zu spüren und machte den Tag zu etwas ganz Besonderem. 

Das bunte Programm für Groß und Klein lud zum Staunen, Mitmachen und Verweilen ein: die Spielleute Ranunculus brachten mit historischen Klängen echtes Mittelalter-Feeling auf die Bühne. Die Falknerei Skyhunters beeindruckte nicht nur mit Greifvögeln, sondern auch mit einem tierischen Überraschungsbesuch: die mitgebrachten Frettchen waren die heimlichen Stars bei den Kindern. Im Obergeschoss der BERGHEIMAT durften mutige Besucherinnen und Besucher selber in die Rolle eines wehrhaften Bergheimer Bürgers schlüpfen - mit Waffenrock in den gelb-schwarzen Farben des Herzogtums Jülich. Beim Bogenschießen ging es sportlich zur Sache, und kreative Hände konnten an der Bastelstation Haarkränze flechten oder Ritterhelme bemalen. Eine besondere Stimmung verbreitete auch Zofe Brunhilde, die in historischer Gewandung zur Ruhe einlud - mit dem berühmten Satz: "Leih mir ein Ohr!" - und dann mit  Geschichten und Sagen aus dem heimischen Sagenschatz die Zuschauer verzauberte und, wie man hörte, reichlich zum Lachen brachte. Wer Lust hatte, konnte selbstgebackenen Kuchen, duftende Reibekuchen, Steaks und Würstchen probieren.
Ja, der Himmel mochte seine Schleusen geöffnet haben - aber das Herzstück dieses Festes war wetterfest: die Begeisterung aller Beteiligten. Wir danken allen Besucherinnen und Besuchern fürs Dabeisein - und freuen uns auf ein Wiedersehen mit Sonnenschein!


Kulturabend am 13.6.2025 mit Burgen, Sagen und Musik - ein Abend voller Geschichte und  Atmosphäre

Am 13. Juni 2025 wurde das Museum Bergheimat einmal mehr zum stimmungsvollen Schauplatz für einen ganz besonderen Kulturabend. Die Plätze waren gut gefüllt. Astrid Machuj eröffnete den Abend mit zwei lebendig gestalteten Power-Point-Vorträgen: im ersten Teil präsentierte sie eindrucksvoll die auf Bergheimer Stadtgebiet gelegenen Schlösser Paffendorf, Schlenderhan, Frens und die Burg Neuhof. Unterstützt durch kurze Filmsequenzen und Tonbeiträge ließ sie die Geschichte der alten Gemäuer aufleben - teils sachlich-historisch, teils geheimnisvoll-sagenhaft. 
Im zweiten Vortrag verzauberte sie die Gäste mit einzigartigen Bildern von den Schlössern Türnich, Bergerhausen und Loersfeld, wieder ergänzt durch Filmausschnitte aus einer Produktion, die einst vom Museumsverein selbst beauftragt worden war. Die kurzen Clips, kombiniert mit fundierten Erläuterungen und atmosphärischen Erzählungen, sorgten für spannungsvolle Momente. Zwischendurch wurde aus dem Buch "Burgen, Schlösser, Rittersleut´" gelesen - pointierte Passagen aus der Feder von Mitgliedern des Museumsvereins. 
Immer wieder wurde das Programm musikalisch aufgelockert - durch den Violisten Florian Scholdan. Seine Darbietungen reichten von zart melancholischen bis hin zu lebhaft tänzerischen Stücken und schufen eine berührende Verbindung zwischen den Programmpunkten. 
Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Thomas Irlenbusch, der Aufbau und Entwicklung einer Ritterrüstung erklärte - anschaulich und mit einem Augenzwinkern. Dazu gab es eine kleine Pause mit Gelegenheit zu Gesprächen und einer kleinen Stärkung. So entstand ein harmonischer und abwechslungsreicher Abend, der Geschichte, Lyrik, Musik und Vortrag miteinander verband. Die positive Resonanz des Publikums zeigte: Auch im Jahr 2025 ist lebendige Kulturvermittlung ein echter Publikumsmagnet. 

 

Veranstaltungsprogramm 2025

Auch in diesem Jahr planen wir über 20 Aktionen für unsere Besucher. 
Wir gehen davon aus, dass unser neuer Flyer Anfang April erscheint. 

Am 11.4.2025 planen wir Paules Leseabend im Museum (eine Kooperation mit der Stadtbibliothek Bergheim). Die Veranstaltung ist für Kinder ab 7 Jahre gedacht und ist bereits ausverkauft.


Karnevalszug in Bergheim 

Erstmalig gingen Mitglieder des Museumsvereins mit im Bergheimer Karnevalszug. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, unsere historischen Kostüme zu tragen. Wir danken Michael Bauch ganz herzlich für die Organisation. 
Es war ein tolles Erlebnis. 


Karneval janz hösch

Unsere beiden Nischensitzungen am 14. und 15. Februar waren ruck zuck ausgebucht. Die vielen begeisterten Rückmeldungen zeigten, dass auch diesmal das Programm sehr gut ankam. 
Die musikalische Leitung unterlag Thomas Junggeburth, der mit viel Herz und Charme für eine gute Stimmung sorgte. 
Traditionell startete die gut aufgelegte Sitzungspräsidentin Astrid Machuj mit einem Power-Point-Vortrag, diesmal über karnevalistische Gassenhauer aus den 50er und 60er Jahren. Sobald nur die Titel von Machuj genannt wurden, sang das Publikum den Refrain - Machuj gab dann, einem Museum angemessen, den historischen Hintergrund preis. Leni Joepen vom Geschichts- und Heimatverein Sindorf las dann in Kölscher Sproch eine Geschichte rund um den Valentinstag vor.
Im zweiten Teil begeisterte das Museumsteam mit einem Sockentheater rund um das Thema Rekultivierung und einem Riverdance op Kölsch. Es wurden keine Steppschuhe ausgepackt, dafür aber Kölschgläser im Takt und immer wieder in anderen Bewegungsmotiven auf den Tisch "gekloppt". Das Publikum war begeistert. 
Danach betrat Dieter Thomas Heck, alias Michael Bauch, die Bühne und kündigte Stars wie Edith Piaf, Trude Herr, Maite Kelly und Roland Kaiser und viele andere an. Hier ging es rund. Auf den leergeräumten Podesten zeigte das Museumsteam seine Klasse und sorgte für Lachsalven, aber auch für konzentriertes Zuhören. Der Vorstand dankt allen Organisatoren und dem Team dafür, dass es neben der eigentlichen Museumsarbeit auch noch die Probenarbeit auf sich genommen hat. 


Bergheim-Memo

Für unsere Medienstationen hat unser Grafiker ein Bergheim-Memo-Spiel kreiert. 
Astrid Machuj hat sich um das entsprechende Bildmaterial gekümmert. Maria Pfordt, ehemalige Bürgermeisterin der Kreisstadt Bergheim, hatte angeregt, ob man nicht ein Kartenspiel herausbringen könnte. Diese Idee ist dann auch vor Weihnachten realisiert worden. Die Karten sind von hoher Qualität, und die Kanten wurden alle vom Museumsteam von Hand glattgeschliffen, um die Verkaufskosten gering zu halten. 
Das Spiel wurde zum Selbstkostenpreis von 20,00 Euro, verpackt in einem kleinen Sack, verkauft. 
Alle Exemplare sind vergriffen. 
Für das Osterfest haben wir neue Spiele bestellt. 


Heimatpreis der Kreisstadt Bergheim 2024 - der 1. Platz ging an den Museumsverein

Unsere neue Dauerausstellung, die unter der Leitung unserer Vorsitzenden Astrid Machuj mit viel Liebe, Kompetenz und Zeiteinsatz entstand, wurde mit dem 1. Platz des Heimatpreises 2024 ausgezeichnet. Hierüber haben wir uns sehr gefreut und sind auch mächtig stolz. Der Vorstand dankt Astrid Machuj, Helga Lipp, Dieter Zorn, Thomas Irlenbusch und allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. 

Auf der Homepage der Kreisstadt Bergheim - 
https://www.bergheim.de/geschichte-kultur/kultur/heimatpreis-2024.php - ist folgendes zu lesen: 

Mit einem Film zur Dauerausstellung „Eine interaktive Zeitreise in Bergheim – von den Römern über das Mittelalter bis in die heutige Zeit“ bewarb sich der Verein Museum der Stadt Bergheim e.V. Der eigens für die Teilnahme am Heimat-Preis 2024 produzierte Film vermittelt anschaulich die verschiedenen Aspekte der Ausstellung des Museums und zeigt, wie lebendig und zugänglich die Geschichte Bergheims präsentiert wird. Besonders hervorzuheben sind die modernen Medienstationen, die entwickelt wurden, um Informationen für unterschiedliche Zielgruppen aufzubereiten. Diese Stationen bieten eine Vielzahl von interaktiven Inhalten, darunter ausführliche Hintergrundinformationen in Form von Fotos, Videos, Hörspielen, Rätseln und Textbeiträgen. Dadurch wird nicht nur das Wissen über die lokale Geschichte und Kultur vertieft, sondern auch ein breiteres Publikum auf verschiedene Weise angesprochen. Der Ansatz des Vereins, moderne Technologien und Medien einzusetzen, um Geschichte erlebbar zu machen, ist ein gutes Beispiel dafür, wie Heimatpflege und kulturelle Bildung miteinander verbunden werden können.

Die Vorsitzende des Vereins, Frau Astrid Machuj, nahm stellvertretend den Preis in Form einer hochwertigen Glastrophäe des Landesministeriums NRW, einen Wertgutschein für das Medio.Rhein-Erft, sowie ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro für den 1. Platz entgegen. 

 

©Kristin Jansen, Kreisstadt Bergheim


Wir haben neue Bücher!!!

Kaum zu glauben, aber die Bücher "Sagen rund um Bergheim" und "Burgen, Schlösser, Rittersleut" " waren alle ausverkauft. 
Wir haben lange hin und her überlegt und uns dann entschlossen, neue Auflagen zu bestellen. 
Inzwischen sind die Druckkosten so hoch, dass man nur einen ganz minimalen Gewinn erzielen kann. Aber um die Kosten nicht noch höher zu treiben, muss man dann schon an die 100 Bücher bestellen und die müssen ja wieder vorfinanziert werden. Wir freuen uns aber grundsätzlich über diese enorme Nachfrage und dass es jetzt wieder Nachschub gibt, bei uns im Museum oder in der Mayerschen Buchhandlung. 


Stadtführung - Hexe und Henker am 3.11.2024

Wir gratulieren unserem Vorstandsmitglied Thomas Irlenbusch zu seiner ersten Stadtführung. Er spielte bravourös den Henker und unsere Vorsitzende die Hexe. Gemeinsam berichteten sie über die Hexenverfolgungen in Bergheim, über die Aufgaben des Henkers, über Schmerzen, Leiden und Foltergeräte. Viel zu lachen gab es dann, als Machuj die Hexensagen rund um Bergheim erzählte. Die temperamentvolle Führung kam gut an. "Sie war informativ und kurzweilig - einfach nur schön," war die Rückmeldung. Der Erlös dieser Führung ging in die Museumskasse.

©Bilder Manfred Bach


Spukführungen am 26.10.2024

Um 17.30 Uhr und um 19.00 Uhr fanden zwei Führungen "Spukalarm" rund um Schloss Paffendorf  statt. Das war ganz schön anstrengend, hat den vielen Familien, die hier teilgenommen haben, aber großen Spaß gemacht. Und das Gute ist, dass wir wirklich Jahr für Jahr dazu beitragen, dass unser Sagenschatz in unserer Region nicht ausstirbt. 
Ein ganz großes Kompliment geht an das Spukteam: Astrid Machuj, Markus Potes, Thomas Irlenbusch, Michaela Schmidt, Roswitha Hauck-Todt und Helga Lipp. Unsere Kassiererin freute sich über 400,00 € Erlös für den Museumsverein. 

©Bilder: Manfred Bach


Paules Gruselabend

Es war richtig schaurig schön in der BERGHEIMAT.

Unser gemeinsamer Gruselabend in Kooperation mit der Stadtbibliothek Bergheim hatte alles: schaurige Geschichten, spannende Erkundungen mit Taschenlampen, und Begegnungen mit geheimnisvollen Gestalten und Kreaturen. Bei einer Mutprobe haben wir herausgefunden, wer von uns das größte Gruselherz hat.

Im Anschluss wurden kreative Gespenstergirlanden gebastelt, und Blut-Saft und Gruselwaffeln sorgten für die nötige Stärkung.

 

©Stadtbibliothek Bergheim 


Sagenlesungen für die vierten Schuljahre

Am 7., 8. und 9. 10. waren über 150 Kinder in der BERGHEIMAT und lauschten unserer Vorsitzenden Astrid Machuj, die Sagen, Märchen und Legenden vorlas, erzählte oder auch schon mal als spannendes Gedicht vortrug. Nicht nur die Kinder hatten großen Spaß. Die Klassen der vierten Schuljahre der Carl-Sonnenschein-Schule und des Grundschulverbands Bergheim Mitte entpuppten sich als fantastische Zuhörer. Zeitweise war es mucksmäuschenstill.
Vielen Dank auch an Siglinde Baumgart, Karin Hoverath und Helga Lipp, die bei der Aufsicht unterstützt haben. 


Anfang Oktober wurde der große Ausstellungsraum wieder zum Thema Sagen und Legenden umdekoriert. 

Direkt nach Bergheim Live 4 You wurde mit dem "Umbau" begonnen. Die Ausstellung "Früher war es anders schön" ist ab dem 1.11.2024 wieder zu bewundern. 
Derzeit tummeln sich Gestalten wie "Die weiße Frau von Kenten" oder "der Bergheimer Torwächter" im Museum. 
In den nächsten Wochen finden Lesungen für Kinder, Paules Leseabend in Kooperation mit der Stadtbibliothek Bergheim und die Taschenlampenführung "Sagenhaft ins Licht gerückt" in der BERGHEIMAT statt. 
An den Wochenenden haben Besucher nicht nur Gelegenheit, die Dauerausstellung zu besuchen, sondern können auch die Geschichten, die man sich früher hier erzählte, im Museum nachlesen oder den Hörstationen lauschen. 


Tag des Denkmals am 8.9.2024

Im vergangenen Jahr hielt Peter Dörr, Mitglied des Museumsvereins und einstiger „Fortunese“, einen gut besuchten Vortrag zum Ort Fortuna. Für dieses Jahr am Tag des offenen Denkmals am 8.9. hatte er  den Wasserturm von Fortuna zum Thema gewählt. Dabei hielt er einen Rückblick auf die vorindustrielle Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts und zeigte auf, wie sich der Wasserverbrauch der Bevölkerung seitdem verändert hat und welche bedeutende Aufgabe dem Wasserturm zur Versorgung der Bergheimer und Bedburger Stadtteile zukam. Viele Fotos zeigten ein architektonisch anspruchsvolles Bauwerk, das am 30.9.1986 im Zuge des fortschreitenden Tagebaus gesprengt wurde. Es ließ sich trotz vieler Bemühungen noch nicht herausfinden, wer der Architekt des Wasserturms war. Geplant war außerdem, mit den Steinen einen Brunnen in Bergheim zu bauen, zu dem es sogar ein Modell gibt, das von dem 2005 verstorbenen Künstler Heinz Klein-Arendt geschaffen worden ist und bei dem Vortrag gezeigt wurde. Es wartet bisher  noch auf seine Umsetzung.
Text: Helga Lipp 



Literaturherbst in der BERGHEIMAT am 31.8.2024

Der Autorenkreis Rhein-Erft liest gerne an außergewöhnlichen Orten und zum dritten Male im Rahmen des Literaturherbstes in unserem Museum. Pünktlich um 18.00 Uhr stellte Evert Everts sich und seine beiden Kollegen Rolf Polander und Andreas Schnabel vor. Everts ist Mitglied des PEN-Zentrum Deutschland. Unter anderem veröffentlichte er Kurzgeschichten, Gedichte und Essays und begann mit der Lesung zum Thema Familienbande. Zur Freude des Publikums trug er mehrere außergewöhnliche Texte vor.

 

Dann folgte Rolf Polander, ein Autor, der eine Vorliebe für kurze Texte hat und sich auf Lyrik, Kurzgeschichten und Aphorismen spezialisierte. Er sorgte mit Prosa und Gedichten wie Familienfeier oder einer Kurzgeschichte über Ungeheuer, die mit Helden kämpften, für beste Unterhaltung.

 

Ein ganz anderes Genre vertrat Andreas Schnabel. Er begann seine Fernsehlaufbahn beim SFB. Anschließend war er als Moderator, Redakteur und Producer für die Sportredaktion des damals noch jungen Senders RTL tätig. Er verfasst Drehbücher, Kurzgeschichten, Theaterstücke, Lyrik und Kriminalromane. Unter anderem las er aus seinem Werk „Mord an der Küste“ und gab so spannende Einblicke in die Welt der DLRG, der Wasserretter. „Denn schließlich ist die DLRG ja auch so was wie eine Familie“. Die anwesenden Zuhörer genossen sichtlich die ganz unterschiedlichen Vortragsstile. Der Museumsverein bedankt sich herzlich für diesen abwechslungsreichen Leseabend.

 

 

©Bergheimat


Dorfrallye in Ahe - auch in unserer Dependance am 24.8.2024

Zum zweiten Mal wurde vom Aher Ortsbürgermeister Dr. Kösters eine Rallye durch das Dorf organisiert. An 19 Stationen hatten die Menschen in Ahe die Chance, Näheres über ihren Ort  zu erfahren. Neben den aktiven Vereinen präsentierten sich private Gruppen sowie die Schule, Kindergärten, Kirche, das Stadtteilbüro und eben auch der Museumsverein mit seiner „guten Stube“ (unsere Dependance). Hier war die Frage zu beantworten, was der Ortsname „Ahe“ eigentlich bedeutet.  Viele Menschen lernten an diesem Tag unsere Dependance kennen. Dabei zeigten sich sowohl alteingesessene Bewohner als auch viele Neubürger erstaunt über die viele Erinnerungen weckende Stube und dass „es so was in Ahe gibt!“

 

Die Bedeutung des Namens Ahe (es heißt so viel wie „Wasser oder Bach“) war den meisten  Erwachsenen und auch den vielen ratenden Kindern nicht bekannt. So konnte ein kleiner Beitrag zum Verständnis des Ortsnamens gegeben werden und das Wissen wurde mit frisch gebackenen Waffeln versüßt. Es war bei schönstem Wetter ein gelungener Tag für Ahe. Viele tolle Preise belohnten den 6 km langen Rallye-Weg durch den Ort. 


Wochenende um Jan und Griet am 23. und 25.8.2024


Themenwochenende um Jan und Griet am 23. und 25. August 2024

Traditionell findet dies in Kooperation mit dem Heimat- und Geschichtsvereins Quadrath-Ichendorf statt. Gestartet wurde am Freitag den 23.8. mit der Aufführung des Historienspiels und drei Kurzvorträgen im Quadrather Pfarrheim.

 

Am Sonntag den 25.08.2024 ging es dann weiter mit dem Tag der offenen Tür in der BERGHEIMAT. Zu Beginn stand eine Filmpräsentation über die Legende der Entstehung des Klosters Bethlehem auf dem Programm. Der große Ausstellungsraum war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Film informierte über einen Hostienraub aus St. Remigius im 15. Jahrhundert, das Aufstellen eines Kreuzes durch den Förster Jakob Kremer und schließlich den Bau des Klosters. Die Idee stammte von Uwe Ulbrich, der auch Regie führte und sich mit vollem Engagement dafür einsetzt, dass an der Erinnerungsstätte im Fortunafeld, da wo jetzt ein Findling an die historische Stelle erinnert, zukünftig wieder eine kleine, moderne Kapelle errichtet wird, die auch nachkommenden Generationen die Bedeutung dieses Ortes im Gedächtnis hält. Hierzu wird in Kürze ein eigener Verein gegründet.  Die Zuhörer waren ganz angetan, einige waren tief gerührt.

©Manfred Bach

Wenig später startete das Historienspiel im Innenhof. Auch hier war es so voll wie noch nie. Sogar auf dem Parkplatz des Nachbargrundstückes standen die Besucher. Diesmal wurden die Zuschauer direkt in das Jahr 1642 mitten in den 30-jährigen Krieg versetzt. Nicht nur die Knechte und Mägde auf Schlenderhan, wo Jan von Werth einst Reiterknecht war, hatten Hunger. Ganz Bergheim litt durch die Einquartierung eines Heeres aus französischen, hessischen und weimarischen Truppen. Umso mehr freute sich Griet über den Besuch von Jan von Werth (Markus Potes), anlässlich der Verlobung  seines Töchterchens Lambertine (Michaela Schmidt) mit dem  Sohn seines einstigen Dienstherrn    Frentz (Thomas Irlenbusch).

©Manfred Bach

Als Lambertine von einer Kartenleserin erfährt, dass aus dieser Ehe 16 Kinder hervorgehen werden, fällt sie in Ohnmacht und beschließt, im Kloster Bethlehem zu beten. Dort trifft sie auf zwei spanische Söldner. Natürlich geht das sich anbahnende Drama gut aus und endet auch in diesem Jahr wieder mit dem bekannten Dialog.

 

Traditionell stammt das Stück aus der Feder unserer Vorsitzenden Astrid Machuj, die auch Regie führte. Wie immer verpackte sie viele historische Fakten mit unterhaltsamen Elementen wie Tanz und Gesang. Es gab tosenden Applaus und jede Menge begeisterter Rückmeldungen wie „Ihr tut echt was für Bergheim“ oder „es war einfach nur toll, was ihr immer macht“. Extra für das Stück komponierte und textete Uwe Ulrich ein Lied zum Kloster Bethlehem – eine Weltpremiere, die vom aufmerksam zuhörenden Publikum gefeiert wurde. Vielen Dank auch an die KG Bergheimer Torwache, die mit Bravour die Jülicher Landdragoner mimten.

©Manfred Bach

 

 

Anschließend veranstaltete Machuj ein kleines Quiz mit den Zuschauern. Hier wurde festgehalten, welche Informationen aus dem Stück mit historischen Quellen zu belegen sind und welche Teile frei der Phantasie entsprachen. Zwei weitere Kurzvorträge rundeten die Veranstaltung ab. Markus Potes, der seit Jahren in der Rolle des Jan brilliert, berichtete über die Jülicher Landdragoner (Vorgänger der heutigen Polizei), die übrigens auch in Bergheim stationiert waren und fast die gleiche Uniform trugen wie die heutige KG Bergheimer Torwache. Thomas Irlenbusch erschien dann in der Kleidung eines Soldaten im 30-jährigen Krieg. Der Fachmann für historische Waffenkunde im Museumsverein präsentierte zeitgenössische Schießwaffen und deren Entwicklung.

 

Vielen Dank auch an unser Kernteam, das den ganzen Tag gegrillt, Kuchen oder Getränke verkauft, gespült und viel gearbeitet hat.